Nicole Eisenberg

18. Oktober - 14. November 1983

Centro de Artes Visuales (CAV)
Arenales 1149, Buenos Aires

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Nicole Eisenberg

Nicole Eisenberg ist Pariserin. Jahrgang 1939. Von 1953 bis 1959 studierte sie in Paris, beschäftigte sich später mit chinesischer Malerei, vor allem mit Lackarbeiten. Wichtige Stationen wurden München, Lyon, dann Göttingen, um 1978 mit ihrem deutschen Mann nach Argentinien zu kommen. Bereits ein Jahr später hatte sie ihre erste Einzelschau in der Galerie Martha Zullo, wo sie ihre aesthetischen Experimente zur Schau stellte.

Der Sprung ueber das grosse Wasser nach Argentinien gab neue Anregungen. Noch mehr die Begegnung mit den Andenländern Bolivien und Peru. Die visuellen Impakte mit dieser traditionsreichen Welt der Inkas sind spürbar in ihrer derzeitigen Ausstellung im Centro der Artes Visuales (Arenales 1149). Der Beschauer sieht sich konfrontiert mit dem Schaffen einer Malerin, die zeichnen, malend, in farbarmer Tönung den Versuch unternimmt, mit frischen Augen eine bisher verborgene Welt für sich zu entdecken. Auf ihre Art und Weise. Einfach, konsequent mit ihrer inneren Einstellung, vielfach collagenhaft mit Metallfolie durchsetzt.

Das Anekdotische, Beschreibende, sonst stets der Mittelpunkt von Malern, die Bolivien, Peru und den Altiplano besuchen, ist kaum angedeutet. Das folklorische Element macht dem Statischen, Monumentalen, Platz. Eine ungewöhnliche Stille geht von diesen Bildern aus, die mit ihrer sparsamen Farbvariation einem tiefen Erlebnis gerecht zu werden versuchen.

[ Argentinisches Tageblatt, ~ 29.10.1983]


Seiteninfo
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